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Bhagavadgita: Gesang des Glückseligen

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Bibliografische Details

Bindung:Gebundene Ausgabe Sprache:de Seitenanzahl:472 Dimensionen:15,4 cm | 4,2 cm | 21,1 cm Author: Raphael, Beate Schleep Veröffentlichungs Datum:2014-06-04
Zustand: Papier-Einband etwas bestossen, Schnitt leicht gebräunt, mit einigen Anstrichen im Text, insgesamt gut akzeptables Ex.

Beschreibung

Die Bhagavadgita ist Teil des großen indischen Epos Mahabharata, das dem legendären Vyasa zugeschrieben wird. Das poetische und zugleich philosophische Werk soll um 500 v. Chr. entstanden sein. Zusammen mit den klassischen Upanischaden und dem Brahmasutra bildet es die 'Dreifache Wissenschaft des Vedanta' (Prasthanatraya). Erschienen in einer Zeit der Auseinandersetzungen und neuen inneren Anforderungen an das indische Volk, trug die Bhagavadgita dazu bei, durch die Erforschung der absoluten Werte der Wirklichkeit die Flamme der upanischadischen Erkenntnis lebendig zu halten und die philosophischen und spirituellen Dispute jener Epoche zu schlichten, indem sie die Einheit der Wahrheit in ihren vielfältigen Aspekten vermittelte und somit allen Wesen ermöglichte, den für sie geeigneten Weg zu finden, ohne in Konflikt zur Lehre zu geraten. Die Bedeutung der Gita ist enorm, wenn man bedenkt, dass sie auf der Handlung basiert, die dem Leben zugrunde liegt und der sich niemand entziehen kann. Sie enthüllt das Geheimnis des 'Handelns ohne zu handeln' in einer Welt, die von Bewegung und Zwietracht durchdrungen ist. Aus dieser Perspektive ist sie insbesondere für den westlichen Menschen, der eher zu Handlung neigt als zu Kontemplation, von grundlegender Wichtigkeit. Raphaels Kommentar entfaltet sich entlang einem psychologischen, philosophischen und initiatischen Faden mit speziellem Bezug auf die Einweihung des ksatriya (Gesellschaftsordnung der Gesetzesgeber und Krieger). Unter bestimmten Aspekten, sagt Raphael, sind wir alle ksatriya, weil wir uns in einen manchmal ungleichen Kampf zwischen Erkenntnis (vidya) und Unwissenheit (avidya) begeben. Die Bhagavadgita nagelt uns an unsere Verantwortung ('Gezwungen vom karma, das deiner Natur innewohnt, wirst du eines Tages – ungeachtet deines Willens – das tun, was du in deiner Verwirrung [.] nicht ausführen wolltest') und unumgängliche Pflicht (dharma), uns zu verstehen, uns umzuwandeln und zu überschreiten.

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Raphael, Beate Schleep

Bhagavadgita: Gesang des Glückseligen

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Die Bhagavadgita ist Teil des großen indischen Epos Mahabharata, das dem legendären Vyasa zugeschrieben wird. Das poetische und zugleich philosophische Werk soll um 500 v. Chr. entstanden sein. Zusammen mit den klassischen Upanischaden und dem Brahmasutra bildet es die 'Dreifache Wissenschaft des Vedanta' (Prasthanatraya). Erschienen in einer Zeit der Auseinandersetzungen und neuen inneren Anforderungen an das indische Volk, trug die Bhagavadgita dazu bei, durch die Erforschung der absoluten Werte der Wirklichkeit die Flamme der upanischadischen Erkenntnis lebendig zu halten und die philosophischen und spirituellen Dispute jener Epoche zu schlichten, indem sie die Einheit der Wahrheit in ihren vielfältigen Aspekten vermittelte und somit allen Wesen ermöglichte, den für sie geeigneten Weg zu finden, ohne in Konflikt zur Lehre zu geraten. Die Bedeutung der Gita ist enorm, wenn man bedenkt, dass sie auf der Handlung basiert, die dem Leben zugrunde liegt und der sich niemand entziehen kann. Sie enthüllt das Geheimnis des 'Handelns ohne zu handeln' in einer Welt, die von Bewegung und Zwietracht durchdrungen ist. Aus dieser Perspektive ist sie insbesondere für den westlichen Menschen, der eher zu Handlung neigt als zu Kontemplation, von grundlegender Wichtigkeit. Raphaels Kommentar entfaltet sich entlang einem psychologischen, philosophischen und initiatischen Faden mit speziellem Bezug auf die Einweihung des ksatriya (Gesellschaftsordnung der Gesetzesgeber und Krieger). Unter bestimmten Aspekten, sagt Raphael, sind wir alle ksatriya, weil wir uns in einen manchmal ungleichen Kampf zwischen Erkenntnis (vidya) und Unwissenheit (avidya) begeben. Die Bhagavadgita nagelt uns an unsere Verantwortung ('Gezwungen vom karma, das deiner Natur innewohnt, wirst du eines Tages – ungeachtet deines Willens – das tun, was du in deiner Verwirrung [.] nicht ausführen wolltest') und unumgängliche Pflicht (dharma), uns zu verstehen, uns umzuwandeln und zu überschreiten.

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